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Angesteckt mit der Aquaristik habe ich mich ca. in der dritten oder vierten Klasse. Im Wohnzimmerbecken einer befreundeten Familie konnte ich eine Black-Molly-„Geburt“ live miterleben und das (leider sehr) kurze Leben des Jungfisches (bis er von einem anderen Black Molly verzehrt wurde) miterleben. Ein Klassenkollege bekam irgendwann ein 54-Liter-Aquarium, welches ich auch gerne bestaunt habe. Aufgefallen waren mir bei den darin schwimmenden Fächerguppys, dass es einige gab mit ein paar verlängerten Flossenstrahlen in der Caudale, einen „Obenschwertansatz“ vermochte ich zu erahnen und das Interesse am spannenden erzüchten eigener Zuchtformen war geboren. Pädagogisch wertvoll bekam ich aber nicht einfach nur ein Aquarium hingestellt, sondern bekam erst mal „nur“ drei Bücher an Weihnachten geschenkt.

Diesen Grundlagen-Büchern folgte das Studium mehrerer in der lokalen Bibliothek vorhandener Aquaristik-Bücher. Angetan haben es mir vor allem die Ausführungen zur Farb- und Flossenform-Vererbung des Poecilia reticulata im Petzolds Werk „Der Guppy“.

Auf dem Gymnasium konnte ich mein angelesenes Wissen dann mit einem der bereits laufenden Schulaquarien praktisch erproben – inklusive notfallmäßigem Wasserwechsel, weil ich zu versehentlich zu viel gefüttert hatte 🙄.
Beim Neueinrichten des kleinen Beckens der jüngeren Nachbarstochter konnte ich mich dann erstmals kreativ in der Gestaltung eines Aquariums „austoben“. Dort stand auch später eine ad hoc Rettungsaktion an, weil die Familie dachte die Moorkienholzwurzel mal in der Badewanne zu waschen in der noch Reste von Shampoo/Duschbad hafteten.
Erst im Sommer 1998 gab es dann tatsächlich das erste eigene Aquarium. Aus einem 160 Liter-Gesellschaftsbecken wurde schnell eine kleine Kinderzimmerzucht von Lebendgebährenden, Ancistrus und auch mal Bettas. Auf dem Schulweg gab es damals noch eine kleine Zoohandlung und in Fahrradnähe noch drei weitere Aquaristik-Abteilungen. Es gab nicht viel im Vergleich zum heutigen online-Angebot, aber man konnte aus dem was es gab ja selbst was Neues züchten. Schwierigstes Ziel damals waren orangefarbene Albino- Lyratail Schwertträger.
Bis auf kurze Fisch-Pause wegen einer 1-Zimmer-Studenten-Bude begleiteten mich Zierfische quasi ununterbrochen, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß.
Im Winter 2017-18 zeigte ein befreundeter Aquarianer in einer WhatsApp-Gruppe ein Video eines mit dem Laichfaden festhängenden Medaka-Weibchens und ich dachte so…. Was ist das denn für ein Fisch…?
So wie ich es gewohnt war begann erstmal die Recherche nach dem Medaka – dieses Mal nicht mehr in der örtlichen Bibliothek, sondern zeitsparend neben Beruf und Familie online.
Nicht lange hat es dann gedauert bis ich auf der Frühjahrsbörse des Toxotes Verein für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. meine ersten Medaka erwerben konnte. Ein Schwung an Fischen als Mix aus „Tiger x Miyuki“ bezeichnet zog bei mir ein. Aufgrund neuer verfügbarer Freizeit nach einem Jobwechsel begann …
…to be continued…
