Medaka-Weibchen tragen ihren Laich kurzzeitig (manchmal auch etwas länger, hier ist ein bisschen Geduld gefragt) zwischen Bauchfloseen und Afterflosse, bevor sie ihn an Pflanzen oder feinem Substrat ablegen. Laichmöppe (künstliche Laichsubstrate) werden – falls nichts Natürlicheres zu Verfügung steht – ebenfalls gut angenommen.

Nach der Ablage durch das Weibchen kann der Laich vorsichtig mit den Fingern (gewaschene Hände sind zur Keimreduktion obligatorisch) oder einer Pinzette vom Substrat abgenommen werden. Die befruchteten Eier sind ab ca. 30 Minuten nach dem Laichakt sehr stabil und nehmen i.d.R. keinen Schaden. Lediglich unbefruchtete Eier platzen unter leichtem Druck. Auf diese Weise können bereits jetzt unbefruchtete Eier durch einen Drucktest ausselektiert werden, um eine Verpilzung zu vermeiden. Alternativ kann auch der ganze Laichmopp in ein Schlupfgefäß überführt werden.
Das Absammeln von Laich direkt vom Weibchen möchten wir nicht empfehlen. Dies sollte, wenn überhaupt, nur erfahrenen Züchtern oder besonderen Situationen vorbehalten bleiben.

Soweit der Laich noch mit einem Laichfaden verbunden ist (Laichtraube) empfehlen wir den Laich vom Faden zu trennen, um eine gegenseitige Kontamination des Laichs zu vermeiden. Die hierzu üblichen Möglichkeiten sind auf den folgenden Seiten zu finden.