Soweit der Laich noch mit einem Laichfaden verbunden ist (Laichtraube) empfehlen wir den Laich vom Faden zu trennen, um eine gegenseitige Kontamination des Laichs zu vermeiden.
Es gibt dazu mehrerer Optionen:
- Die „Handflächenmethode“: Die gehärteten Eier mit dem Finger und kreisenden Bewegungen in der Handfläche vom Laichfaden „abrubbeln“.
- Die „Zahnstochermethode“: Den Laichfaden auf einem Zahnstocher oder einer Pipette aufwickeln. Dazu wird die Eitraube zwischen zwei Fingern gehalten und der Laichfaden mit dem Zahnstocher aufgenommen und dann mit diesem aufgedreht.
- Die „Pinzettenmethode“: Die Laichtraube mit zwei spitzen Pinzetten irgendwo zwischen den Eiern fassen (dabei darauf achten kein Ei zu zerquetschen) und dann die Pinzettenspitzen umeinander drehen.
Anmerkung: im Natürlichen Umfeld werden nicht befruchtete oder abgestorbene Eier von Einzellern und anderen Kleinstlebewesen zersetzt und dienen diesen als Nahrung. Die Ansammlung von Ein- und Mehrzellern ist dann für die aus den intakten Eiern schlüpfenden Medaka-Larven ein ideales Startfutter. Allerdings kann man die Natur nur in begrenztem Maße nachbilden und kann ein perfektes Gleichgewicht in begrenztem Wasservolumen nicht immer herstellen, sodass die Gefahr groß ist, dass aufgrund der Verschlechterung der Wasserqualität oder übergreifender Verpilzung die intakten Eier in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher empfehlen wir im Fall wenn es „um jedes Ei geht“ das oben stehende Procedere ….
Video der Zahnstochermethode
Das Video zur Zahnstochermethode ist Teil eines längeren Beitrags auf YouTube
Defekte/nicht befruchtete Eier platzen bei dem Vorgang. Intakte Eier sind relativ fest.
Text: Andreas Witt, Günther Drütschel