Um Artemia im Garten zu züchten wird eine 90l Mörtelwanne benötigt. Diese wird an einem sehr sonnigen Platz im Garten oder auf dem Balkon platziert und mit Regen- oder Leitungswasser bis ca. 5 Zentimeter unter den Rand gefüllt. Zusätzlich wird 3 Kilogramm Artemiaspezialsalz und 1 Liter gute Gartenerde oder 1/2 Liter Lehm/Ton ins Wasser geben. Nachdem alles gut durchgerührt wurde und das Salz sich gelöst hat, das Ganze einen Tag abstehen lassen.
Wir empfehlen nun zusätzlich passende „Starterbakterien“ auf das Wasser zu streuen und weitere 3-5 Tage abzuwarten. Jetzt kann es losgehen! Eine kleine Portion Artemiaeier (ca. 5 Milliliter) wird aufs Wasser gestreut. In unserem Beispiel wurden Artemia parthenogenetica in einem Set für die eigene Zucht im Garten online erworben und verwendet.
„Für die Außenhaltung in Deutschland ist A. parthenogenetica grundsätzlich mein Favorit.
Die ersten Nauplien schlüpfen noch unter dem Eis und der Kulturstart beginnt schon früh, sodass ab April fast immer schon voll geerntet werden kann.“
Kai-Uwe Genzel
Bei Temperaturen über 10 Grad sollten die Nauplien schlüpfen und innerhalb einer Woche ausgewachsen sein. Nun können weitere Eier eingebracht werden oder man wartet, bis die ausgewachsenen Tiere sich von allein vermehren.

Das Wasser sollte niemals glasklar sein! Im Idealfall ist das Wasser leicht trüb, dennoch lassen sich Artemia am Grund erkennen.
Um das Algenwachstum anzukurbeln, kann auch ein Strauß angetrockneter Brennnesseln ins Wasser gegeben werden.
Mit der Fütterung kann ebenfalls nach einer Woche begonnen werden. Wir empfehlen ein feines Planktonfutter. Dieses wird zum Teil von den Artemia gefressen, aber überwiegend von Mikroorganismen verdaut, die wiederum den Artemia als Nahrung dienen.

Bei guten Bedingungen bringen Artemia lebende Nauplien zur Welt. Wenn die Bedingungen schlechter werden, werden Dauereier gelegt, die schlüpfen, wenn die Bedingungen wieder passen.



Nicht entmutigen lassen, zu Anfang ist es träge, aber wenn es einmal läuft, hat man (in der Saison) immer Futter für den Medaka-Nachwuchs und alle weiteren Wachstumsstadien unserer Medaka.
Und zu guter Letzt: Viele Wege führen nach Rom! Diese Anleitung soll lediglich ein erster Wegweiser sein. 😊 – Text: Dörte Widera