Ein großes Glas (ca. 1l) jeweils zur Hälfte mit Leitungswasser und klarem Apfelessig füllen. Hierzu den Zuchtansatz der Essigälchen geben und etwas Trockenhefe aufstreuen. Jetzt heißt es abwarten.
Die Essigälchen sind in der trüben Flüssigkeit schwer zu erkennen, daher einfach wöchentlich mit etwas Trockenhefe nachfüttern.

Achtung! Wirklich nur vorsichtig füttern, da der Ansatz sonst auch „kippen“ kann.
Die Gläser können in einem ungeheizten Zimmer oder Keller stehen, Licht ist nicht nötig.


Die „Ernte“ der Essigälchen ist etwas komplizierter, da diese von der Flüssigkeit getrennt werden müssen, aber durch nahezu jedes Sieb hindurch flutschen. Daher benötigt man ein schmales Gefäß und ein Stück Filterschwamm, welchen man auf die Größe des Gefäßes zuschneidet. Nun füllt man das Gefäß zu ca. 2/3 mit der Essigälchenflüssigkeit, verschließt den Übergang mit dem Filterschwamm und füllt vorsichtig klares Wasser auf. Ab dem nächsten Tag sind die Essigälchen nach oben gekrabbelt und befinden sich nun in dem klaren Wasser und können so verfüttert werden.


Wenn keine Essigälchen mehr nach oben kommen, ist es Zeit, die Flüssigkeiten zu tauschen. Die „abgeerntete“ Flüssigkeit kann für einen neuen Ansatz genutzt werden.
Am besten mehrere Gläser ansetzen, damit immer eines zum Verfüttern bereit ist.
Im Aquarium können Essigälchen auch noch ein bis zwei Tage (je nach Filterung) überleben und den Larven bzw. Jungfischen zur Verfügung stehen.
Auf den Fotos sieht man verschiedene Stadien der Flüssigkeit. Es kann schon mal sehr gewöhnungsbedürftig aussehen. In dem Fall die Flüssigkeit bis auf einen kleinen Rest durch ein feines Sieb gießen, um die groben Flocken zu entfernen. Auch die Gläser können zwischendurch mal gespült werden und wieder mit der gesiebten Flüssigkeit gefüllt werden.
Die Ansätze können auch für längere Zeit stehen gelassen werden. Hierzu lediglich einmal im Monat etwas Trockenhefe füttern und bei Bedarf wieder reaktivieren (öfter füttern).
Nicht entmutigen lassen, zu Anfang ist es träge, aber wenn es einmal läuft, hat man immer Futter für die frisch geschlüpften Larven.
Und zu guter Letzt: Viele Wege führen nach Rom! Diese Anleitung soll lediglich ein erster Wegweiser sein. 😊
Text: Dörte Widera