Zuchtansatz in ein großes Glas (ca. 1l) geben und mit Wasser auffüllen. Mit 1-2 Tropfen Kaffeesahne 10% anfüttern. Wenn das Wasser nach ein paar Tagen klar ist, wieder mit Kaffeesahne nachfüttern. Achtung! Wirklich nur vorsichtig füttern, da der Ansatz sonst auch „kippen“ kann. Die Gläser können in einem ungeheizten Zimmer oder Keller stehen, Licht ist nicht nötig. Den Vorgang so lange wiederholen, bis man die Infusorien als kleine, weiße Pünktchen wahrnimmt. Wenn das Wasser wieder klar ist, kann man die Infusorien, samt der Flüssigkeit, verfüttern. Hierzu etwas Flüssigkeit in ein Gefäß geben und mit einer Pipette verfüttern.
Auf den Fotos sieht man verschiedene Stadien der Flüssigkeit. Es kann schon mal sehr gewöhnungsbedürftig aussehen. In dem Fall die Flüssigkeit bis auf einen kleinen Rest durch ein feines Sieb gießen, um die groben Flocken zu entfernen. Auch die Gläser können zwischendurch mal gespült werden und wieder mit der gesiebten Flüssigkeit gefüllt werden. Abwarten, bis sich alles wieder abgesetzt hat, und von oben her verfüttern. Ca. 1/4 als Ansatz zurückhalten, dann wieder mit Wasser auffüllen und mit Kaffeesahne zu füttern beginnen. Am besten mehrere Gläser ansetzen, damit immer eines zum Verfüttern bereit ist. Im Aquarium können Infusorien auch noch ein bis zwei Tage (je nach Filterung) überleben und den Larven bzw. Jungfischen zur Verfügung stehen.

Die Ansätze können auch für längere Zeit stehen gelassen werden und lassen sich in der Regel mit ein paar Tropfen Kondensmilch reaktivieren.

Nicht entmutigen lassen, zu Anfang ist es träge, aber wenn es einmal läuft, hat man immer Futter für die frisch geschlüpften Larven. Diese können sich die erste Woche gut in einer kleinen Schale mit ca. 200ml dieser klaren Infusorienflüssigkeit die Bäuche füllen, bevor sie in ein Aufzuchtbecken überführt werden und dort mit verschiedenstem Kleinstfutter (auch Infusorien) weiter versorgt werden.
Und zu guter Letzt: Viele Wege führen nach Rom! Diese Anleitung soll lediglich ein erster Wegweiser sein. 😊