-Outdoor-
Wir beschreiben hier diese spezielle Sorte, da diese besonders carotinhaltig sind. Natürlich funktioniert das Ganze auch mit anderen Wasserfloharten.

Für die Zucht wird eine Regentonne auf der Nordseite des Hauses aufgestellt. Diese Wasserflöhe mögen es nämlich nicht zu warm. Auf den Boden eine Schicht lehmige Erde geben und ein paar Handvoll trockenes Laub (z.B. Buche, Eiche, oder Walnuss). Mit Wasser (egal ob Regen- oder Leitungswasser) bis zum Rand füllen. Dann das Wasser aufdüngen. Dafür am besten einen 10 – 15 Liter Eimer Pferdemist (aber nur die Pferdeäpfel, also was durch den Pferdedarm gegangen ist, keine Einstreu, Sägemehl, usw.) mit einbringen.

Das Ganze alle paar Tage umrühren und was nach 14 Tagen nicht abgesunken ist, kann abgefischt werden.
Wenn das Ganze etwa 2 Wochen gestanden ist, kommt der Zuchtansatz Daphnia magna hinein. Dann sollte die Sache laufen.
Bei der Menge der Pferdeäpfel gilt nicht viel hilft viel, sondern zu viel stinkt viel! Außerdem ist der schattige Standort unbedingt vonnöten, wenn man seiner Familie und den Nachbarn nicht unbedingt Argumente gegen das Hobby liefern will 🤢😷…
– Günther Drütschel
Über den Winter die Hälfte Wasser abgießen und draußen stehen lassen. Die Wasserflöhe produzieren im späten Herbst Dauereier, die dann draußen überwintern. Und im Frühjahr geht die Zucht wieder los.
Bei Bedarf und im Frühjahr kann mit einer dicken Schwebealgenbrühe, Brennesseljauche und/oder Pferdeäpfeln nachgefüttert werden.
Ich „ernte“ soviel Brennessel, dass ich einen Eimer bis oben hin voll bekomme.
Eigentlich heißt es, die Brennessel soll man klein schneiden.
Ich nehme sie aber so wie sie ist, stopfe die richtig in den Eimer und fülle mit Wasser auf. Das Ganze rühre ich einmal am Tag um.
Die Brennnesseljauche ist fertig, wenn alles zerfallen ist und stinkt.
Dann fülle ich die Jauche durch einen Trichter in einen Wasser-Behälter (Kanister).
Die Flüssigkeit nutze ich als Futter für Wasserflöhe, und Dünger für Tomaten und co .
Den Faserigen Anteil nutze ich im Garten zur langsamen Düngung von Sträuchern, Obstbäumen und im Hochbeet.– Sonja Jeschull
Aus Erfahrungsberichten kann man sagen, dass die Wasserflohzucht so viele Jahre laufen kann.
Nicht entmutigen lassen, zu Anfang ist es träge, aber wenn es einmal läuft, hat man während der Outdoor-Saison immer frisches Futter.
Wenn es ohne Aufwand gehen soll: Einen Arm voll Brennnesseln mitsamt Stängeln ernten und kopfüber in ein volles Regenwasserfass stecken. Die blattlosen Stängelenden gucken durch den Auftrieb momentan aus dem Wasser. Die nehme ich dann in eine Hand und rühre damit ab und zu in der Wassertonne. Die Blätter faulen mit der Zeit ab, übrig bleiben die grobfaserigen Stängel, die man dann bequem entfernen und kompostieren kann. Übrigens wurden die früher als Ausgangsmaterial für Seile und Gewebe genutzt. 😉 Meistens werden durch den Geruch Stechmücken magisch angezogen, deren Larven rechtzeitig abgekeschert ein nahrhaftes Futter für unsere Fische bieten. Die entstandene Jauche kann als Dünger für den Garten oder Nährstofflieferant für unsere Futterkulturen dienen.
– Nikolaus Kugelmann
Und zu guter Letzt: Viele Wege führen nach Rom! Diese Anleitung soll lediglich ein erster Wegweiser sein. 😊
Text: Dörte Widera