Einfach so eine Gruppe der Farbe A mit einer Gruppe der Farbe B zusammen in einem Bottich halten und dann die Jungfische hochziehen, hat nichts mit gezielter Zucht im eigentlichen Sinne zu tun, denn man kann nie mit Sicherheit sagen, wer genau die Eltern des Nachwuchses sind.
Man kann oft äußerlich am Nachwuchs nicht unterscheiden ob es nun ein „AA“- Tier, ein „AB“- oder ein „BB“- Tier ist, da in den meisten Fällen durch einen dominant-rezessiven Erbgang im Phänotyp nur die Hälfte der Erbanlagen zur Ausprägung kommt, also man entweder nur A oder B äußerlich sehen kann und die anderen Erbanlagen „versteckt“ sind. Selbst wann man „Mischlinge“ in der Farbe C erhält, kann man von außen nicht unterscheiden ob C nun zustande gekommen ist aus der Kombination AB oder der Kombination BA.
Simply keeping a group of colour A with a group of colour B together in a tank and then raising the offspring does not constitute selective breeding in the true sense of the term, as one can never be certain who the exact parents of the offspring are.
Often, one cannot distinguish externally whether the offspring is an “AA” animal, an “AB” animal, or a “BB” animal, as in most cases, due to a dominant-recessive inheritance pattern, only half of the genetic traits are expressed in the phenotype. Even if the mixed specimens show the „mixed“ colour C, it is impossible to tell if it is an AB or an BA animal.

Farberhaltungszucht – Auswahl der Elterntiere bei „reinen“ Stämmen – Vorbemerkung
Vitalität, Gesundheit und Körperform ist das Wichtigste. An zweiter Stelle kommt dann erst einmal die Frage wie „rein“ die Zuchtform denn überhaupt ist.
Man sollte sich fragen, was man über die Zuchtform weiß und was man vielleicht beim Händler/Züchter für Informationen bekommen kann.
Wichtige Informationen sind hierbei ob sogenannten Fehlfarben oder Fehlformen immer wieder mal auftreten (und wie häufig), über wieviele Generationen das schon beobachtet wurde und/oder ob vielleicht noch mehr über die Entstehung der Zuchtform bekannt ist.
Falls es eine Zuchtform ist, die keine einheitliche flächige Farbe aufweist, sondern ein Muster mit Flecken oder Marmorierung oder Flecken fehlender Farbe, kann es sogar sein, dass zwar jedes Individuum einzigartig aussieht, aber genau diese Individualität das spezifische Merkmal ist, auf welches es ankommt.
Colour preservation breeding – selection of parent animals in “pure” strains – preliminary remark
Vitality, health, and body shape are the most important factors. Second, the question of how “pure” the breeding strain actually is comes into play.
One should ask what is known about the breeding strain and what information might be available from the dealer/breeder.
Important information includes whether so-called colour or shape defects occur repeatedly (and how often), how many generations this has been observed in, and/or whether more is known about the development of the breeding strain.
If it is a breeding strain that does not have a uniform solid colour, but rather a pattern with spots, marbling, or patches of missing colour, it could be that each individual looks unique, but this very individuality might be the specific characteristic that matters.
Wenn es im Prinzip einfach nur darum geht die „reine“ Farbe zu erhalten, sucht man sich die geeignetsten erwachsenen Fische aus den verfügbaren Fischen aus und setzt sie als Zuchtgruppe in einem der unten aufgeführten Geschlechterverhältnisse an.
Die Liste zeigt die wissenschaftlich fundierte Geschlechterzusammensetzung für eine ideale Laichausbeute. Dabei ist vor dem Punkt die Anzahl der Männchen und danach die Anzahl der Weibchen aufgeführt.
If the goal is simply to maintain the “pure” colour, the most suitable adult fish are selected from the available stock and used as a breeding group in one of the gender ratios listed below.
The list shows the scientifically-based gender composition for an ideal spawning yield, with the number of males listed before the colon and the number of females listed after.
Empfohlenes Geschlechtsverhältnis für Zuchtgruppen – Recommended gender ratio for breeding groups
1.2
2.6
4.8-12
6.24
8.32
Aus der Liste wird ersichtlich, dass für eine optimale Befruchtungsquote immer weniger Männchen als Weibchen empfohlen sind. Der Grund ist, dass Männchen sich gegenseitig beim Laichakt stören und daher ein Weibchenüberschuss zu einem höheren Befruchtungserfolg führt.
The list shows that for an optimal fertilisation rate, fewer males than females are recommended. The reason is that males interfere with each other during the spawning process, so an excess of females leads to a higher fertilisation success.
Zum Vorgehen bei gezielten Verkreuzungen wird auf der Unterseite ausgeführt.